07.12.2017

Transkulturelle Begegnungen und Interreligiöser Dialog

Wir haben mit einem Symposion zum Thema: "Transkulturelle Begegnungen und Interreligiöser Dialog“ 60 Jahre Missionsakademie gefeiert. 1957 wurde die Missionsakademie als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet, und 1958 konnte sie das Haus in der Rupertistraße 67 beziehen. Wir lagen also mit unserem Jubiläumsfest gut zwischen diesen beiden Eckdaten.

Es ist uns ein Anliegen, mit diesem Symposion einen Einblick in die Themen zu geben, die uns gegenwärtig beschäftigen: Themen der interkulturellen Begegnung, und wie diese unser Christsein in ein neues Licht stellen. Dabei geht es zum einen um den Aspekt der Vielfalt der Religionen und zum anderen um den Aspekt der Vielfalt der christlichen Gemeinden und Kirchen, in denen wir uns als Christen wiederfinden, und in denen wir unseren Ort finden müssen.
John Ekem hat uns einige hermeneutische Erwägungen dazu dargelegt: Wie verstehen wir aus unserer Tradition heraus die Begegnung mit anderen Traditionen, Kulturen und Religionen?
Darauf folgte ein Gespräch mit Akteuren aus der Praxis: Ali Awudu, ursprünglich aus Ghana und Pastor Peter Mansaray, ursprünglich aus Sierra Leona. Ein Muslim und ein Christ im Gespräch mit Pastor Kay Kraack aus der Kirchengemeinde Hamburg-St. Georg. Das Thema ihres Gespräches lautete: Wie funktioniert Dialog fern der alten Heimat?
Dr. Amenga-Etego hat aus christlicher Perspektive und Dr. Ali Özdil, auch ein häufiger Gast in unserem Haus, aus muslimischer Perspektive über den interreligiösen Dialog referiert.
Pastor Prince Okeke, der Vorsitzenden des Zusammenschlusses afrikanischer Gemeinden und Kirchen in Hamburg, gab einen Impuls zur Rolle der Kirchen für das Thema afrikanische Migration in Hamburg.

Das Symposion war geprägt von den Beziehungen mit Afrika. Es gab auch Stimmen aus der Stipendiatenschaft: „Das geht ja alles nur um Afrika. Wo sind denn Lateinamerika und Asien?“ Aber dass wir so sehr Afrika in den Mittelpunkt unserer Reflektionen stellten, ist kein Zufall. Die Missionsakademie pflegt zwar ein größeres Netz an Partnerschaften. Aber dieses Mal stand Afrika im Zentrum, weil diese Veranstaltung zwei Anlässe hatte. Wir feierten nicht nur 60 Jahre Missionsakademie. Sondern wir würdigten auch die lange Zeit des Wirkens von Werner Kahl in unserem Haus. Eigentlich sollte seine Zeit hier nächsten Monat enden. Aber wir konnten ihn halten, und darüber freuen wir uns sehr.




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