11.11.2016

Das gelbe Band - das andere Reformationsgedenken

Über die Hamburger Aktion Sühnezeichen Friedensdienste Regionalgruppe wurde ein Aufruf bezüglich der folgenschweren judenfeindlichen Schriften Martin Luthers von der Evangelischen Akademien Sachsen-Anhalt und Berlin in die Missionsakademie weitergetragen und regte zu Diskussionen an.

„Am Gedenktag des Novemberpogroms, der zugleich der Vorabend des 533. Geburtstags Martin Luthers ist, sollen die Augen des Reformators an möglichst vielen Lutherdenkmälern in Deutschland mit einer gelben Augenbinde verhüllt werden. Wir wollen damit auf den erschütternden Antijudaismus, vor allem in den späten Schriften des Reformators, und seine fatale Wirkung in der deutschen und protestantischen Geistesgeschichte hinweisen. Damit wollen wir nicht seine bahnbrechenden Verdienste in Abrede stellen, aber bekennen, dass ihn sein Hass auf die Juden blind machte. Gleichzeitig steht Luther für die protestantische Kirche und für Deutschland und damit für die Blindheit der deutschen Geistesgeschichte in Bezug auf Antisemitismus. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie es uns gleichtun und sich an der Aktion beteiligen.“

Weitere Infos der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalts und Berlins finden Sie hier und der EKD finden Sie hier

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