03.08.2017

Lateinamerika Forum 2 – Begegnung zwischen Pfingstlern aus Deutschland und Brasilien

Vom 26.7.2017 bis 29.7.2017 fand an der Missionsakademie eine Begegnungstagung zur Theologie der Pfingstbewegung statt. Die 35 Teilnehmenden kamen aus Kirchen und Universitäten, es waren darunter Pfarrer von Pfingstkirchen in Deutschland und Brasilien, Religionswissenschaftler aus Brasilien, Theologinnen und Theologen aus Lateinamerika und Deutschland, Soziologen und Historiker.



Es ging darum das Phänomen der Pfingstbewegung, ihre Theologie und Fragen der ökumenischen Zusammenarbeit mit anderen Kirchen zu diskutieren. Für einige war der Anlass dieses Besuchs in Deutschland unter anderem die Weltausstellung zum Reformationsjubiläum in Wittenberg. So war die Debatte auch geprägt von einer Relektüre lutherischer Theologie aus der Perspektive der Pfingstkirchen. Es ging weiter um die politische Verantwortung von Kirchen, auch um zweifelhafte politische Aktivitäten von christlichen Lobbyisten und Parlamentariern. Die besondere Prägung pentekostaler Jugend in Brasilien wurde vorgestellt und wie eine deutsche Gemeinde versucht an das Leben ihrer Mitglieder anzuknüpfend und eine heutige Sprache und Form für die Verbreitung des Glaubens zu finden. Ein zweisprachiges Grußwort kam aus der Internationalen Pfingstgemeinde in Bonn, wo sich Gemeinde radikal verändert hat, seit sie nicht mehr monokulturell deutsch aufgestellt ist, sondern eine nationenübergreifende Gemeinschaft bildet.

Die Idee zu dieser Konferenz entstand aus der Partnerschaft der Missionsakademie zur Faculdade Unida im brasilianischen Vitoria (Espiritu Santo). Das lateinamerikanische Netzwerk für Studien zur Pfingstbewegung (RELEP) hat die Tagung gemeinsam mit der Missionsakademie geplant und durchgeführt, so dass auch über die Teilnahme der Brasilianer hinaus, Theologen aus Chile, Kolumbien und Costa Rica dabei waren.

Die Beiträge der Konferenz werden in einem Tagungsband veröffentlicht werden, der Mitte 2018 erscheinen soll.


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